Was ist klassische Homöopathie

Die klassische Homöopathie ist eine 1796 von Hahnemann entwickelte Heilmethode, die in dynamisch- energetischer Weise die Selbstheilungskräfte eines Menschen aktiviert. Hahnemann basiert seine Methode auf dem vitalistischen Prinzip, d.h. er geht von der Existenz einer Lebenskraft aus, welche den menschlichen Organismus auf wundersame Weise ordnet und in Einklang hält, die sogenannte „Autokratie“. Die heutige Biophysik und Quantenphysik (mit Forschern wie Prof. Dr. Popp, Rupert Sheldrake u.a.) erforscht und bestätigt heutzutage diese Selbstordnungsprozesse. Hahnemann versteht Krankheitssymptome als Hinweise auf eine Störung der Lebenskraft. In der klassischen Homöopathie behandelt der Therapeut holistisch, d.h. es werden nicht einzelne Krankheitssymptome “repariert” – vielmehr dienen diese als Anhaltspunkte, um ein ganzheitlich wirkendes Heilmittel zu identifizieren, welches die Selbstheilungskräfte reaktiviert und infolgedessen Harmonie und Ganzheit weitest möglich und auf Dauer wiederherstellt.

Heute gibt es verschiedene Herangehensweisen der klassischen Homöopathie, denen jeweils ein etwas anderes Menschenbild zugrunde liegt.
Die neue “Sankaran Methode“

wurde im Jahre 2000 von Dr. Sankaran und seinem Team vorgestellt und gilt als Weiterentwicklung der klassischen Homöopathie nach Bönninghausen. Sie wird seither von Homöopathen auf internationaler Ebene bestätigt und erweist sich als systematische und höchst wirkungsvolle Herangehensweise. Vor allem Heilerfolge bei chronisch, bzw. „ allopathisch unheilbar“ Kranken (Autoimmunkrankheiten, MS, Chronic Fatigue etc.) belegen auf eindrucksvolle Art und Weise die Wirksamkeit dieses individualisierten Behandlungsansatzes und dies noch dazu höchst kosteneffektiv.

Hahnemann – der Vater der Homöopathie

Hahnemann, Chemiker, Apotheker und Übersetzer der alten Sprachen praktizierte zunächst die allopathische Medizin seiner Zeit und forschte dann nach effektiveren Heilmethoden. Die revolutionäre Idee zur Entwicklung der Homöopathie offenbarte sich ihm, als er selbst Chinarinde einnahm- (Chinarinde war derzeit ein Medikament zur Behandlung der Malaria). Zu seiner großen Verwunderung entwickelte Hahnemann nach Einnahme der Arznei Fieber, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und andere malariatypische Symptome – die Arznei verursachte bei einem gesunden Menschen genau die Symptome, die sie bei einem Kranken heilen sollte! Die Grundidee der Homöopathie, das Ähnlichkeitsprinzip, war geboren: „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“ (similia similibus curentur).

Bewährter Wissensschatz seit über 200 Jahren

Die homöopathischen Heilmittel werden durch Verdünnung und Potenzierung mineralischer, pflanzlicher und tierischer Substanzen hergestellt. (Auf www.remedia.at ein Video dazu). Die in der Homöopathie verwendeten Arzneien werden seit über 200 Jahren an gesunden Menschen detailliert erprobt. Die meisten der (zurzeit) über 4000 Substanzen werden in den sehr umfangreichen „Materia Medicas“ und in homöopathischer Software mit ausführlichen Prüfungsberichten und geheilten Symptomen beschrieben.

Das “Similimum” oder Konstitutionsmittel

Hahnemann beschrieb die Effizienz der Homöopathie beim Einbeziehen der Totalität aller Symptome auf allen Ebenen, d.h. sowohl auf körperlicher wie emotionaler und geistiger Ebene. Der Homöopath muss die ganzheitliche Wirkungsweise jeder Arznei kennen, denn nur so kann er auf der Basis des Ähnlichkeitsprinzips verschreiben und erfolgreich einen Heilprozess initiieren.

Der ideale Heilungsweg in der klassischen Homöopathie ist die sogenannte „Konstitutionelle Behandlung“, eine Langzeitbehandlung mit einer einzigen Heilsubstanz, dem sogenannten „Similimum“. Diese Arznei bewirkt umfassende Heilung, indem sie sich direkt an die Störung der Vitalkraft des Patienten wendet. Alle Symptome und Beschwerden auf körperlicher, emotionaler und Gemütsebene werden durch wiederholte Einnahmen angesprochen und somit eine stetige Verbesserung der Gesundheit erzielt! Die Sankaran Methode ist in diesem ursprünglichen Ansatz Hahnemanns höchst effektiv. Eine konstitutionelle Behandlung beginnt mit einer 2 stündigen Erst-Anamnese, gefolgt von der Mitteleinnahme. Die Begleitung mit regelmäßigen, kurzen Folgebesuchen hilft den Heilverlauf einzuschätzen und zu optimieren.

Warum die Potenzierung der Ursubstanzen?

Viele der in der Homöopathie verwendeten Substanzen sind in ihrer ursprünglichen Form giftig und können den menschlichen Organismus schädigen. Deshalb entwickelte Hahnemann die Technik der Verreibung und Potenzierung. So gelang es ihm, die heilende Wirkung von z.B. Arsen dem Menschen zugänglich zu machen und gleichzeitig die toxische Wirkung aufzuheben.

Informationsmedizin

Zu Hahnemanns Erstaunen vergrößerte sich die Heilwirkung der Arzneien, je weiter er sie verdünnte, solange er sein Verfahren der Verdünnung und Potenzierung einhielt. Seine Experimente gingen soweit, dass er bald mit Arzneien arbeitete, in denen kein einziges Molekül der Ursubstanz chemisch nachweisbar war. Allein die energetische Information der Substanz ist imstande, ganzheitliche Heilerfolge zu initiieren. Die meisten der heute in der Homöopathie verwendeten Arzneien sind reine „Informationsmedikamente“. Dieses Konzept wird heute von Forschungen der Quantenphysik und der Biophysik gestützt und viele weitere Heilmethoden wie die Bioresonanz, dynamisiertes Wasser, Bachblütentherapie etc. machen sich dasselbe Prinzip zunutze.

Hahnemann, Organon, Aphorismus 9

„Im gesunden Zustande des Menschen waltet die geistartige, als Dynamis den materiellen Körper belebende Lebenskraft unumschränkt und hält alle seine Theile in bewundernswürdig harmonischen Lebensgange in Gefühlen und Thätigkeiten (Autocratie), so dass unser inwohnende, vernünftige Geist sich dieses lebendigen, gesunden Werkzeugs frei zu dem Höhern Zwecke unseres Daseins bedienen kann.“ Organon, Aphorism 9

Zur aktuellen Situation der Homöopathie als Heilmethode in Deutschland finden Sie eine Stellungnahme der Carstens Stiftung und eine Presseerklärung der Hahnemann Gesellschaft.

Die Stiftung Homöopathie Zertifikat hat eine Liste qualifizierter klassischer Homöopathen und viel Info auf ihrer Website www.homoeopathie-zertifikat.de