Was ist interaktives Unterrichten?

Ich war schon bei vielen schönen Seminaren über die Sankaran Methode! Es werden schöne Videofälle gezeigt, frau darf Fragen stellen und lernt auch durch die Antworten und Fallbesprechungen sehr viel.

Aber mit langjähriger Erfahrung beim Unterrichten der Methode stellte sich mir die Frage:

„Bereitet dies ausreichend auf das Praktizieren der Sankaran Methode vor?

Die Antwort ist: Nein, dazu gehört einiges mehr, und das wird meist nicht im Seminar gelehrt.

Viele Seminarteilnehmerinnen kommentierten so manchen Videofall mit „So etwas sagen meine Patienten nie!“ oder „Sie als Homöopathin halten sich aber sehr zurück.“

Rajan Sankaran sagt:

„Die Anamnese ist ein meditativer Prozess –

sowohl für den Patienten wie für den Homöopathen.

Der Beobachter ist leer, wie ein unbeschriebenes Blatt – leer und still, das ist die siebte Ebene.

Ihr müsst den Patienten auf die siebte Ebene bringen.

Schafft diese Atmosphäre, diese Stille. Ihr selbst müsst in der Stille sein.

Ihr müsst losgelöst sein von allem Geschehen.

Wenn der Homöopath nicht in diesem Space ist, wird die Anamnese fehlerhaft.

Die siebte Ebene. Frieden.

Stille. Das einzig Permanente.“

Die Anamnese der Sankaran Methode hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr zu einer meditativen Innenschau des Patienten entwickelt.

Um dies erfolgreich zu initiieren und zu begleiten biete ich seit 2009 auf meinen Seminaren gezielt ausgewählte Übungen an, mit denen die Seminarteilnehmerinnen Techniken der Gesprächsführung, Wahrnehmungsschulung und Konzentration kennenlernen. (Ca. 20% der Seminarzeit)

Einige dieser Übungen sind Methoden aus der therapeutischen Grundhaltung heraus – die bei der Homöopathieausbildung zu kurz kommen. Andere stammen u.a. aus Praktiken wie Vipassana Meditation, Hathayoga und Pranayama mit denen ich gut vertraut bin. Viele der Seminarteilnehmerinnen verbinden diese Übungen mit eigenen Erfahrungen aus Meditation, Körperarbeit, Yogapraxis, TaiChi, Aikido oder ähnlichem.

Weiter probieren wir die neueren Anamnesetechniken wie die Arbeit mit Gesten und die „Kritzeleien“ selber aus, so dass die Teilnehmerinnen damit vertraut sind und diese sinnvoll in der Arbeit mit Patienten einsetzen können.

Ja, und Spass macht das Üben uns allen auch! Die Seminaratmosphäre wird viel lebendiger und persönlicher!

Feedback einer Seminarteilnehmerin :

„Da ich selber zu Hause meditiere, war das für mich nichts besonderes- hatte ich gedacht. Allerdings hattest du mir eine neue Sichtweise dazu übermittelt.

In der Anamnese kann ich mittlerweile spontan auf Abstand gehen – war mir vorher nicht geglückte, da ich meine Übungen immer unter dem Gesichtspunkt innere Ruhe und Mitte gesehen hatte.

Einen gesunden Abstand gewinne ich mittlerweile im Alltag auch viel schneller – und das ist gut so, weil ich sonst zu schnell emotional in allem Möglichem hänge.

Also vielen Dank für deine homöopathisch, ganzheitliche Sichtweise.“